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BIRD-Konferenz — Call for papers

Neue Experimentelle Recherche im Design/NERD

BIRD-Konferenz
am 15. und 16. Juni 2017
an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig / Braunschweig University of Art

Design-Forschung hat sich mittlerweile offenkundig etabliert und partiell auch die Anerkennung in Gesellschaft und Wirtschaft und sogar im Design selber gefunden. Im deutschsprachigen Raum wurden in den vergangenen Jahren an zahlreichen Kunst- und Designhochschulen entsprechende Promotionsprogramme und Forschungsabteilungen eingerichtet, und es hat sich eine schnell wachsende Fachgemeinschaft formiert, die sich über eigene Publikationen, Konferenzen und Plattformen international austauscht.

Mit diesem Erfolg steht nun allerdings auch eine zentrale Qualität von Design-Forschung auf dem Prüfstand. So war es nicht zuletzt die dynamische Form einer jungen, undisziplinierten Disziplin, die noch im Begriff ist, jene Gegenstände und Methoden zu erfinden, welche es der Design-Forschung bislang ermöglicht haben, die lebendigen Phänomene stets neu zu bedenken und zu verhandeln. Eine umfassende Anpassung an vermeintlich allgemeingültige wissenschaftliche und methodologische Standards stellte demgegenüber weniger einen überfälligen Schritt der Reifung als einen essenziellen Verlust dar. Soll es ein Ziel von Design-Forschung bleiben, gesellschaftliche, ökonomische, ökologische, kulturelle und technische Prozesse in Bezug auf Design in ihrer irreduziblen Komplexität zu reflektieren, bedarf es weiterhin und vielleicht dringender denn je auch der experimentellen Entwicklung neuer Perspektiven und Dimensionen von Empirie.

Die BIRD-Konferenz »Neue Experimentelle Recherche im Design/NERD« will eben solchen Projekten innerhalb der Design-Forschung eine besondere Plattform bieten – Projekten, die anhand konkreter Forschungsgegenstände eigenständige oder bislang noch wenig begangene Wege des Erkenntnisgewinns erproben. Radikale Fragestellungen, die kritische Beleuchtung vermeintlicher Normalitäten, neue Blickwinkel auf die ständige Veränderung des Lebens, die praktische Verdeutlichung der potenziell (auch für die Forschung selber) existenziellen Unschärfe von Kategorien, Begriffen, Einsichten und Vorstellungen oder auch von Handlungen: Dies könnten fruchtbare Ansätze für eine Design-Forschung sein, die im Sinne eines aufrichtigen Interesses an »den Sachen selbst« ihre eigenen Regeln und Grenzen fortgesetzt zur Disposition stellt.

Gesucht werden deshalb insbesondere Vortragende, die gerade ihre Dissertationen in solchen Kontexten abgeschlossen haben oder noch daran arbeiten und diese Forschungen schon präsentieren können; doch ebenso sind einschlägige Beiträge erwünscht von allen anderen »NERDs« im besten Sinne, die ein vergleichbares Engagement für neue experimentelle Fragestellungen und Ansätze in der Design-Forschung aufbringen.
Zur Auswahl der Konferenzbeiträge bitten wir bis zum 31. Dezember 2016 um die Zusendung von extended Abstracts mit einem Umfang von 1000 – 1500 Wörtern, jeweils gezielt auf einen Vortrag von 30 Minuten Länge mit anschließender Diskussion.

Anhand der Einreichungen werden wir acht bis zehn Vortragende zur Konferenz einladen. Eine Publikation (online + print) der Konferenzbeiträge in der BIRD-Reihe im Birkhäuser Verlag ist ebenfalls geplant.

Konferenzsprache ist Englisch.
Die Einreichungen sind zu senden an Michael Erlhoff und Wolfgang Jonas:
erlhoff[at]be-design.info
jonasw[at]hbk-bs.de

16. Kolloquium »Design promoviert« in Dessau

Das sechszehnte Kolloquium „Design Promoviert“ – wie gewohnt in Zusammenarbeit mit der Themengruppe „Design Promoviert“ der DGTF und dem Design Research Network – wird am 20. November in Dessau stattfinden.

Das Kolloquium ist eine Veranstaltung für junge Designforschende, um ihre Arbeiten vorzustellen und diskutieren zu lassen. Es bietet Promovierenden im Design eine Gelegenheit, ihr Forschungsthema unter Gleichgesinnten zur Diskussion zu stellen. Erfahrene Designforscher werden eingeladen, uns mit hilfreichen Kommentaren zur Seite zu stehen. Vorträge zu erfolgreich abgeschlossenen Promotionen im Designbereich sollen die Veranstaltung abrunden.

Workshop »Wie wird man Reviewer in der Designforschung?«

design:transfer lädt am 17. Oktober 2015 in Kooperation mit design.promoviert zum Workshop »Wie wird man Reviewer in der Designforschung?« ein. Im Dialog werden wir mit Prof. Dr. Sabine Junginger, Fellow an der Hertie School of Governance, Gastprofessorin an der Macromedia University of Applied Sciences und Professorin an der New Design University in St. Pölten, einige dieser Fragen nachgehen: 

▪ Wie werde ich Reviewer?
▪ Wie werden Abstract und Paper „ge-reviewed”?
▪ Was sind Short und Full Paper genau?
▪ Was sind Must-Haves, was dagegen NoGos?
▪ Gibt es international Unterschiede in den Standards?

Ab 17:30 Uhr sind die Türen geöffnet, pünktlich um 18 Uhr starten wir im Café Poshlust, Lichtenrader Straße 49 in Berlin, Neukölln. Getränke & Snacks zur Stärkung können im Café direkt erworben werden. 

Da die Teilnehmer Zahl begrenzt ist, bitten wir Euch um Anmeldung.

Direkt im Anschluss feiert design:transfer in den gleichen Räumlichkeiten den ersten Geburtstag mit Torte und Kaltgetränk!

»Community Now?«

Die deutsch-israelische Kooperation »Community Now?« stellt Fragen nach der Gestaltbarkeit von Bottom-Up-Strukturen und ihren politischen Implikationen im Kontext der gesellschaftlichen Realitäten beider Länder. Im Fokus des zweitägigen Symposions am 20./21.2. steht ein neuer Gemeinschaftsgeist, der aktuelle Entwicklungen in Israel wie in Deutschland bestimmt. Communities als Ausgangspunkt für soziale und politische Initiativen verzahnen Lokales mit Digitalem und erhalten viel Zuspruch. Doch welche neuen Formen der gesellschaftlichenTeilhabe entstehen dabei? Und wie belastbar sind sie angesichts wachsender Unsicherheiten und sozialer Spannungen?

Zur Eröffnung spricht der Kunst- und Architekturkritiker Hanno Rauterberg (DIE ZEIT) mit Jesko Fezer, Architekt und Professor für Experimentelles Design (HfB Hamburg) über das selbst organisierte Städtemachen. Den musikalischen Rahmen gestalten Tal Balshai & Band.

SYMPOSIUM “Community Now? The Politics of Participatory Design“

WHEN: February 19th – 21st, 2015
WHERE: Jewish Museum Berlin, Lindenstraße 9-14, 10969 Berlin

REGISTRATION OPEN!
Free admission, Please register here: http://www.dgtf.de/conftool

For further information about the Symposium, please do not hesitate to contact us:
Bianca Herlo or Malte Bergmann (mail@dgtf.de).

http://community-now.org

Aufruf zur Teilnahme — DGTF Unconference, 17.–18. Oktober 2014

Dieses Mal ist alles anders. Die DGTF Konferenz wird zur Unconference. Statt Euch ausgewählte Vorträge anzuhören, werdet Ihr Eure Themen und Vorstellungen selbst mitbringen. Ihr bestimmt die Inhalte aber auch die Formate, z. B. Workshop, Praxisbericht oder Diskussionrunde.

Was wir nicht suchen sind wissenschaftliche Vorträge oder Vorstellungen von Forschungsprojekten. Für Letzteres wird es ein Kurzformat geben – Pecha Kucha – mit einem eigenen Call.

Eure Eingaben werden nicht vorsortiert sondern dem Publikum vor und während der Konferenz zur Auswahl präsentiert. Das heißt, manche Sessions werden großen Andrang finden, andere wiederum werden aus Mangel an Interesse vielleicht gar nicht stattfinden können. Die Sessions werden eine Länge von mindestens 45 Minuten bis 1,5 Stunden haben. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen einen Vorschlag zu machen.

Grundsätzlich geht es bei der nächsten Tagung um eine Standortbestimmung. Wo stehen wir mit der Designforschung und wo könnte es hingehen? In diesem Zusammenhang freuen wir uns über Eingaben zu folgenden Schwerpunktthemen:

· Research in der Design Praxis: Was bedeutet Research in der gestalterischen Praxis und wie ist das Verhältnis zur akademischen Forschung?

· Rahmenbedingungen der Forschung: Wie entwickeln sich Förderungsmöglichkeiten und Vergabepraxis aber auch die Rolle des Mittelbaus (Stichwort: PhD)?

· Lehre und Forschung: Wie funktioniert die Einbindung von Forschungsthemen und Methoden in der Lehre?

· Methodik und Tools: Gibt es interessante methodische Entwicklungen oder auch Tools, die für die Designforschung von Interesse sein könnten?

Weitere Infos findet ihr hier und hier.