Teilnahmeaufruf: 4. Kolloquium ‘Design Promoviert’

Am 14. November 2010 veranstaltet die Themengruppe »DESIGN promoviert« der Deutschen Gesellschaft für Designtheorie und -forschung (DGTF) in Zusammenarbeit mit der HBK Braunschweig das vierte Kolloquium »DESIGN promoviert«.
Das Kolloquium bietet deutschsprachigen Promovierenden im Design eine Gelegenheit, ihr Forschungsthema unter Gleichgesinnten zur Diskussion zu stellen. Erfahrene Designforscher werden eingeladen, uns mit hilfreichen Kommentaren zur Seite zu stehen. Vorträge zu erfolgreich abgeschlossenen Promotionen im Designbereich sollen die Veranstaltung abrunden.

Termine

  • Einsendeschluss für alle Beiträge:
    8. Oktober 2010 verlängert: 18. Oktober 2010
  • Benachrichtigung der Teilnehmer:
    22. Oktober 2010
  • Anmeldeschluss:
    7. November 2010
  • Kolloquium Design Promoviert:
    Sonntag 14. November 2010
    ca. 10:00–15:00 Uhr

Veranstaltungsort
HbK Braunschweig

Kosten
Damit wir die Kosten für Essen und Getränke vor Ort decken können, erheben wir einen Unkostenbeitrag von 15€ pro Teilnehmer. Nach der Online-Teilnahmeanmeldung wird eine elektronische Rechnung erstellt. Die Anmeldung ist erst mit Eingang des Unkostenbeitrags abgeschlossen.

Teilnahme und Anmeldung
Alle Designpromovierenden sind erneut eingeladen, das vierte Treffen inhaltlich mitzugestalten. Interessierte können ihre Kurzdarstellung von 500 Wörtern (plus Literaturverweise) bis zum 8. Oktober 2009 auf www.design-promoviert/kolloquium hochladen. Dort ist auch die Teilnahmeanmeldung möglich.

In der Kurzdarstellung sollen, je nach Arbeitsstand, die folgenden Fragen beantwortet werden:

  • Was ist, ganz allgemein, der aktuelle Stand der Forschungsarbeit?
  • Was ist das Feld, in dem geforscht wird oder werden soll?
  • Was ist das Forschungsproblem (nicht nur das Designproblem),
    das Anlass zur Forschung gibt?
  • Wie lautet die genaue Forschungsfrage (nicht nur die Designfrage)?
  • Welche Untersuchungsmethoden sollen benutzt werden,
    um diese Frage zu beantworten (in Form von Design- und Beobachtungspraktiken)?
  • Wie sind die forscherische und gestalterische Praxis verbunden, welchen Einfluss haben sie aufeinander?

Jeder Vortragende hat 15 Minuten zur Präsentation und 15 Minuten zur Diskussion des Beitrags. Die konstruktive Diskussion des Themas steht im Vordergrund. Eine Veröffentlichung der Beiträge über das Kolloquium hinaus ist nicht vorgesehen.

Übergeordnete Vorträge
Zusätzlich können Vorschläge für übergeordnete Vorträge über Designpromotion in Deutschland eingereicht werden. Diese könnten beispielsweise Methoden, Prozessen und Strategien zum erfolgreichen promovieren im Design beschreiben oder Erfahrungsberichte über gute bzw. schlechte Rahmenbedingungen an Hochschulen sowie institutionelle Voraussetzungen für eine Promotion vorstellen. Beiträge dieser Kategorie sind Artikel mit bis zu 2000 Worten verbunden, die nach dem Kolloquium auf www.design-promoviert.de dauerhaft veröffentlicht werden.
Folgende Fragen können darin z.B. beantwortet werden:
Welche Probleme gibt es mit einer Promotion im Design, und welche konkreten Möglichkeiten und Ansätze, um sie zu lösen?
Wie sind die formellen Anforderungen, und wie kann man sie am besten erfüllen?
Welche Modelle und Verfahren haben sich bewährt? Welche sind eher hinderlich?

Peer Review
Wir wollen nicht nur die Diskussionskultur, sondern auch das kritische Lesen unter Designforschern üben. Deswegen werden alle Beiträge erstmals einem Review-Verfahren – ebenfalls unter Design-Doktoranden – unterzogen.

Einreichungen sind in zwei Kategorien möglich, als Einsteiger und Fortgeschrittene. In der Einsteiger-Kategorie sichert eine frühe Anmeldung einen Platz. Das Review-Ergebnis dient hier zu besserer Vorbereitung auf die Präsentation und nicht als Ausschlusskriterium. Es wird erwartet, dass offene Fragen im Review in der Präsentation angesprochen werden.
Für die Fortgeschrittenen ist das Review-Ergebnis dann entscheidend, wenn es mehr Interessenten als Plätze gibt. Als fortgeschritten gilt, wer bereits einmal erfolgreich am Kolloquium teilgenommen hat bzw. bereits eine konkrete Problemstellung innerhalb eines Forschungsfelds erarbeitet hat.

Für den Review sind u. a. folgende inhaltliche Aspekte ausschlaggebend:

Das vorgestellte Projekt sollte den Anspruch und den Umfang eines Promotionsthemas haben. Das heißt, es sollte einerseits groß genug sein, um eine mehrjährige Forschungsarbeit zu rechtfertigen. Es sollte andererseits neues grundsätzliches Wissen auf seinem Gebiet erarbeiten. Kürzere Entwurfsprojekte sollten deswegen in den Kontext einer entsprechend größeren Forschungsfrage gestellt werden.

Das Thema sollte ein Designforschungsthema sein, das heißt, für das designerische Handeln relevant sein. Es sollte sich also nicht nur um eine rein praktische Designarbeit handeln, sondern deutlich eine Forschungsfrage behandeln.
Designpraxis kann und sollte für die Forschungsarbeit eine Rolle spielen. Es sollte aber auch deutlich werden, wie sie sprachlich artikuliert und reflektiert wird, um eine Anbindung an traditionellere wissenschaftliche Wirkungsfelder herzustellen. Insofern die wissenschaftliche Innovation also mit gestalterischem Handeln artikuliert wird, sollte dies noch anderweitig verständlich deutlich gemacht werden. Wir sind Freunde von Forschung-durch-Design; der Forschungsanteil im Design soll jedoch deutlich werden. Entsprechend sollte ein Beitrag Antworten und Hinweise auf die Problemstellung, die Forschungsfrage, die verwendeten Methoden und Schlussfolgerungen geben können.

Bei den kritischen Erfahrungsberichten sind wir interessiert an einer konstruktiven und verallgemeinerbaren Darstellung. Eigene Erfahrungen und Schwierigkeiten sollten dabei in einen allgemeinen Kontext gestellt werden (bürokratische und inhaltliche Anforderungen, erfolgreiche Bewerbungsstrategien, mögliche Anlaufstellen). Jeder strategische Beitrag sollte sich also inhaltlich deutlich auf das Promovieren beziehen und konkrete Hinweise darauf geben, was funktioniert und was nicht.

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